Künstler Attitüde

  Heute habe ich mich mit der Auswahl der Fotos für die nächste Ausstellung beschäftigt. Es ist schon nächste Woche. Am 4. Juli ist Eröffnung. Ich zeige 26 Bilder im christlichen Hospiz Wuppertal.  Ich muss eine Entscheidung treffen welche Bilder es werden. Ich frage mich ob ich hier alles zeigen soll, darf oder kann.  Auf der einen Seite ist da natürlich der Künstler der seine ganze Bandbreite zeigen möchte. Ihm ist es egal ob auch mal was kritisch gesehen wird oder auch anstößig.  Aber da ist auch diese andere Künstler in mir. Dieses Sensibelchen. Dass sich fragt wie kann ich den Menschen hier in ihren schweren Zeiten etwas positives geben.  Meine Frau ist palliativ Fachkrankenschwester und wir haben das heute breit diskutiert. Heute Abend gehe ich in den Foto Club. Es ist Montagabend und es ist intensive Bildbesprechung. Ich werde das Thema dort mal anschneiden. 

 Na klar der echte Künstler nimmt keine Rücksicht auf den Ausstellungsort. Er zeigt einfach seine Motive und ist was er ist. 

 Ich stelle mir aber gerade vor wie Menschen dort an diesem sensiblen Ort von meinen Bildern stehen. Sie haben Ängste, Sorgen und sind verzweifelt. Sie haben vielleicht gerade ihren liebsten Menschen verloren. Ich möchte Ihnen mit meinen Bildern etwas positives geben. Ist man dann keine richtiger Künstler wenn man so etwas berücksichtigt?  

 Ich finde sowieso dass diese Künstlerattitüde oft überbewertet ist. Einfach Mensch sein. Das steht für mich im Mittelpunkt 

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Einladung zum Geburtstag

  Es ist nicht wirklich eine Geburtstagsfeier. Ich lade zur Eröffnung meiner Fotografie Ausstellung ein.  Und ich habe wirklich zufällig an diesem Tag Geburtstag.  

Dienstag  4. Juli 2017 um 16:00 Uhr

Christliches Hospiz Wuppertal, Höhenstraße 64, 42111 Wuppertal 

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 Das christliche Hospiz in Wuppertal feiert dieses Wochenende sein 10 jähriges Jubiläum. Es war eine Menge los mit offiziellen Empfang Ehrungen viel Musik und vielen Menschen. Ich freue mich wirklich außerordentlich dass ich meine Bilder an einem so sensiblen Ort zeigen darf. Hier bekommt der Titel  meiner Ausstellung "Fokus Mensch" noch mal eine ganz andere tiefe Bedeutung. Und ich hoffe sehr dass ich den Menschen dort mit meinen Bildern etwas positives geben kann.

Heute habe ich mit meiner Frau Anna das Hospiz besucht. Es ist ihr alter Arbeitgeber. Sie hat viele alte Freunde und Kollegen wieder getroffen. Und es war ein bisschen Wehmut dabei. In dem Video bekommt man einen guten Eindruck von der tollen Location.  Es ist sehr offen und freundlich. Mit einem großen Glasdach für viel Licht. 

 So das war's erst mal für heute

Fotografie Workshop in Unna

Dies ist mein erster blog -Eintrag überhaupt. Fühlt sich an, als wäre ich so ziemlich der letzte Mensch, der das macht. Hallo alle zusammen! Ich heiße Ralf Scherer und starte hier meinen ersten Blog. Ich muss einfach meine täglichen Gedanken rund um das Thema Fotografie hier festhalten. Ich mache jetzt schon seit einigen Jahren street photography, aber in den letzten zwei Jahren ist verdammt viel passiert. Ich möchte euch in Zukunft daran teilhaben lassen. 

Heute war ich in Unna. Habe einen Einsteiger Fotoworkshop gemacht, für die Mitarbeiter des EK Unna. Entstanden ist das über meine derzeitige Ausstellung, die auch dort im Krankenhaus ist. Gemacht habe ich das schon öfter, aber immer mit meinem Partner und Freund Marc Bröcher zusammen. Heute war ich allein. weil er verhindert war. Das habe ich ganz schön unterschätzt, obwohl ich eigentlich ganz gut reden kann vor Gruppen. Ich hatte das Gefühl, dass die Teilnehmer eine andere  Erwartungshaltung hatten. Ich war nicht so richtig im flow. Das lag vielleicht daran, dass ich den Eindruck hatte, Ich hätte mehr von der technischen Seite erklären soll. Dabei wollte ich dieses Thema bewusst sehr kurz und knapp halten. Vielmehr wollte ich die Leute inspirieren und mitreißen, mal andere Bilder zu schießen als das Touristeneinerlei. Als die Präsentation zu Ende war, saßen die Teilnehmer mit großen Fragezeichen vor ihren Kameras. Am Ende Habe ich dann noch Hilfestellung bei den Kameraeinstellungen gemacht. Ziel war es, dass wenigstens jeder seine Blende bedienen kann. Nach 4 Stunden hatten sich die Leute bei mir verabschiedet. Meistens mit Danke und Lob. Aber ich hatte ein ungutes Gefühl, als ich nach Hause gefahren bin. Bin aber auch einfach zu sensibel. 

Vielen dank an Betty Klee die mich über die ganze Zeit in Unna betreut hat.

Es war eine tolle Zeit.