Soul of Street #16

  Soul of Street ist ein Printmagazin und berichtet über die Straßenfotografie. Es wird produziert von Reiner Girsch und seinem Team aus Köln. Es erscheint zweimonatlich. 

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 Man kann das Magazin online bestellen als print oder auch als ePaper lesen. Hier geht’s zum Heft

 www.soulofstreet.de

   Ich kenne dieses Magazin schon von Anfang an. Habe es aber nach #3 leider aus den Augen verloren. Erst mein Freund Daniel Schilling hat mich mit den Jungs aus Köln zusammengebracht. Das Team macht  einmal im Monat an jeden 2. Samstag einen Photowalk in Köln. Sie haben eine unglaublich große community auf die Beine gestellt und viele Leute für die Straßenfotografie begeistert.  Man merkt wie viel Herzblut in ihrer Arbeit steckt.
Zuletzt waren die drei Gründer von SOS zu Gast bei Foto TV. 

 

 Jens von Ewald schreibt für das SOS Magazin. Er hat mich zu meiner Ausstellung nach Rotterdam begleitet. Wir haben uns sehr intensiv über Street Photography unterhalten. Und ich durfte ihm meine persönliche Geschichte für die nächste Ausgabe erzählen. 

Vor zwei Wochen dann erschien die Ausgabe #16 mit Artikeln von preisgekrönten Fotografen wie z.B. Marco Larousse oder William Castellana.

Ich bin also in bester Gesellschaft.

 14 meiner Fotos verteilt über 16 Seiten. Zum Teil ganzseitig und qualitativ sehr hochwertig abgedruckt. Bin sehr happy und stolz!

 Ich hatte erst jetzt mal richtig Zeit und Ruhe das ganze Magazin zu lesen. ich bin begeistert. 

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Bei Marco Larousse erkenne ich mich in einem Großteil seines Artikels wieder. Z.B. zur Schnelllebigkeit der Bilder im Social Media. Oder das Bilder an die Wand gehören und man ihnen Aufmerksamkeit schenken sollte. Aber auch das Bresson das Feuer entfachte und die Wichtigkeit des Geschichtenerzählens.  

Ich finde es jedenfalls sehr erstaunlich wenn ich zurück denke an 2010 als ich begann mit dem iPhone 4 meine Umwelt zu fotografieren. Und heute finde ich mich in einem Foto Magazin wieder. Mit einem Riesenbericht. Mein Gott was ist in der Zwischenzeit alles passiert?

 Es ist eine unglaublich spannende Reise. Ziel unbekannt.  

 Auf jeden Fall möchte ich mich recht herzlich bedanken für diese tolle Option. 

 Danke an das SOS Team. Und natürlich danke an Jens von Ewald , der meine vielen Ausführungen in einen ganz tollen Artikel gefasst hat. 

 Zum Schluss noch ein paar Eindrücke. vom Heft  

 

Marco Larousse

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 So Leute bleibt sauber!

#rallebuzz

Street Workshop VHS Unna

 

 Mein erster Straßenfotografie Workshop. Man war das aufregend. Es ist circa ein dreiviertel Jahr her  als mich die Anfrage von Frau Biege von der VHS erreichte. Sie war Gast der Eröffnung meiner Ausstellung im April 2017 im ekUnna.  Ich hatte damals auch mit einem einstündigen Vortrag über Straßenfotografie eröffnet. So kam ihr die Idee, ob ich mir das nicht als einen Workshop im Rahmen der VHS vorstellen könne. Ich war natürlich geehrt und ich hatte richtig Bock drauf. Ich sagte zu. 

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 Bisher hatte ich ein paar Fotografie Basis Einsteigerkurse gemacht, zusammen mit meinem Partner Marc Bröcher. Aber die Straßenfotografie ist natürlich mein Steckenpferd. Und so konnte ich mich voll reinknien und mich auslassen. Wundervoll.  

 Der Workshop erstreckte sich über drei Termine. Einen dreistündigen Einführungsabend, eine sechsstündige Exkursion in Dortmund City und eine Nachbesprechung.  

 Der Kurs war ausgebucht mit zwölf Teilnehmern. Das Konzept habe ich erst eine Woche vorher final zusammengestellt. Das war nicht schwer da ich schon die ganze Zeit im Kopf hatte was ich eigentlich genau machen wollte.  

 Bei der Einführung habe ich alles mit Keynote vorbereitet. Von der Definition der Street Fotografie über den geschichtlichen Hintergrund bis zur Kameratechnik. Alles was mir zu dem Thema einfiel habe ich eingebaut. Ich habe vier Fotografen als Beispiele angeführt. 

Eugene Atget

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Henri Cartier-Bresson  

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Vivian Maier

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Thomas Leuthard  

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  Ich denke man hätte noch eine ganze Reihe an wichtigen Namen aufführen können. Aber diese hier haben für mich eine besondere Bedeutung. 

 Wie bereitet man so eine Gruppe auf die Praxis vor? Kann man Straßenfotografie überhaupt theoretisch vermitteln? Ich denke es ist nicht so einfach da es doch viel mit einem selbst zu tun hat. Es hat viel zu tun mit der Art des eigenen Sehens und was für einen Bezug man zu Menschen hat. Die Beweggründe für den Workshop waren ziemlich unterschiedlich. Es gab Leute die kannten mich von meiner Ausstellung im letzten Jahr. Es waren aber auch schon ein paar recht Fortgeschrittene dabei die lernen wollten wie man seine Angst überwindet. Und manche waren einfach nur mal an diesem Thema interessiert.

Ein bunter Mix. 

 Den ersten Abend Theorie empfand ich als etwas trocken. Aber ich glaube das ist normal dass es vielleicht andangs etwas zäh anläuft. Ich hätte mir aber doch etwas mehr Fragen und Austausch gewünscht. 

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 Samstag haben wir uns dann um 10:00 Uhr vor dem Eingang des Dortmunder U getroffen.  Mein Freund Daniel Schilling hat mich bei dem Photowalk begleitet und unterstützt. 

 Danke Daniel. Macht immer wieder Spaß mit dir.  

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 Beim Treffen habe ich zu Beginn direkt gemerkt alle sind gut drauf. Die Kamera war am Start und es hatten alle Lust loszulegen. Um noch etwas Ziele und Inspiration zu geben habe ich die  „See the bigger picture“ Cards „Street Edition“ mitgebracht. Ich glaube das war eine gute Idee.  Man kann sehr schön an den Resultaten erkennen dass sich die Teilnehmer kreativ ausgetobt haben. 

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 Bei der Nachbesprechung brachte jeder einen USB Stick mit seinen besten Bildern mit. Wir haben alle der Reihe nach ausführlich besprochen. Insgesamt sind viele tolle Ergebnisse herausgekommen. Ich bin sehr überrascht wie einfallsreich alle waren. Viele haben ihre Angst überwunden und sich getraut Menschen anzusprechen und für ein Portrait zu fragen. Aber auch die vielen unterschiedlichen Stile haben mich begeistert und überrascht. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht den Kurs zu leiten. Ich denke im nächsten Semester wird es einen Folgekurs ausgeben. 

 

 In diesem Blog Post ist kein einziges Foto von mir. Ich bekomme schon genug Aufmerksamkeit. Die nachfolgenden Fotos sind alle samt von den Teilnehmern des Workshops.

Und nun meine Damen und Herrn Bühne frei und viel Spaß beim anschauen der Fotos.

 

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Wir sehen uns auf der Straße...

27 Raketen

 Ich habe nie gerne zu Silvester geknallt.  Klar anschauen ist schön. Aber selber anzünden? Ich hatte immer Schiss. Und sowieso für mich persönlich rausgeschmissenes Geld. 

 Dieses Jahr ist das erste mal wo ich keine Knaller für Silvester gekauft habe. Die Kinder fanden es natürlich immer toll. Aber mein Sohn ist mittlerweile 19 und geht heute Abend feiern. Und meine Tochter übernachtet bei ihrer besten Freundin.  Ich bin das erste Mal Silvester alleine zu Hause mit Anna. Kann auch spannend werden. ;-)

 Aber ich möchte das Jahr doch nicht ohne einen kleinen leuchtenden Abschluss zu Ende gehen lassen. Ein paar Raketen zünde ich doch noch. Genauer gesagt 27.  Ich habe ein kleines Video zusammengestellt in dem ich euch meine wirklich aller besten Bilder 2017 zeigen möchte. Ein paar davon hat noch niemand gesehen. 

 

 

  Das neue Jahr fängt spannend an. Vom 21. Januar bis 28. Februar stelle ich in einer kleinen Gallerie in Rotterdam aus. Das ist ein besonders Highlight für mich.

 https://www.derivier.info/verwacht

 Und dann möchte ich noch an den Street Photography Kursus erinnern. Bei der VHS in Unna. Ich leite ihn und er geht über drei Tage. Es gibt nur noch wenige Plätze.   Hier könnt ihr euch anmelden. 

https://vhs-zib.de/programm/kulturelle-bildung-studienfahrten/fotografie/kurs/Fokus+Mensch+Street-Photography/nr/G7104/bereich/details/kat/864/ 

Leute Kommt gut rein und wir sehen uns nächstes Jahr.

Ralf

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Es wird Zeit Danke zu sagen!

 2017 war für mich das Jahr in dem alles Kopf stand.  Ein Jahr voller Höhepunkte und glücklicher Begegnungen. Ich kann gar nicht alles hier aufzählen. Es würde diesen Blog Eintrag sprengen. Aber ich möchte einige Stationen Revue passieren lassen. Mit vielen Bildern und einigen offenen Gedanken von mir

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Marc Bröcher  

  Mein lieber Freund Marc ist mein „Partner in crime“ in der Fotografie. Er ist wie kein anderer dermaßen auf meiner Wellenlänge, es passt einfach wie Schlüssel und Schloss. Durch ihn hab ich die Straßenfotografie für mich entdeckt. Er hat mir Bresson und Capa gezeigt und den entscheidenden Impuls gesetzt. Marc hat von Anfang an meine Fotografie unterstützt und gepusht. Er hat als erster an mich geglaubt. Noch bevor ich es selber getan habe. 

 Wir sind schon wirklich durch dick und dünn gegangen. Ein langjähriger Arbeitskollege. Wir haben jahrelang nicht mehr miteinander gesprochen, wegen einer Dummheit. Und heute ist es stärker denn je.  

 Lieber Marc. Ich bin sehr froh das es dich gibt. Ich freue mich auf viele weitere Gespräche mit dir. Freunde wie du sind extremst selten. Und das muss man sehr gut pflegen. 

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Weiberding

 So heißt die Boutique für Mode und Accessoires von meiner Freundin Simone Steinert. Sie hat einen meiner Workshops besucht. Und von ihr kam die Idee die Bilder in Ihrem Laden zu zeigen.  Das war mein erster Schritt in die Öffentlichkeit. 

http://www.weiberding.de/ 

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Der Foto Club  

 Ich bin jetzt schon fast ein Jahr Mitglied. Und da ist eine Menge passiert. Anfangs tat ich mich schwer. Ich glaube es liegt an der Art wie die Bilder manchmal zu Tode analysiert werden. Ich brauche einfach niemanden der mir sagt wo in den Bildern irgendwas weg gestempelt werden könne. Die Bilder waren einfach schon fertig für mich. Das ist meine Art von Blick und Kunst.  Entweder gefällt es oder nicht. Bei der Straßenfotografie gelten andere Regeln. Da kommt es einfach mehr auf den Moment an.  Ich glaube nicht dass das jeder erkannt hat. Aber ich habe alles über mich ergehen lassen. Es hat eine Weile gebraucht die Menschen dort kennen und schätzen zu lernen.

Im Herbst gab man mir die Möglichkeit einer eigenen Ausstellung.  Am 8. Oktober war die Eröffnung. Sabine Müntefering hat mich ganz großartig vorgestellt. Vielen Dank dafür.  Es war ein großer Erfolg. Spätestens  da war das Eis gebrochen und ich erfuhr mehr Akzeptanz.

Bedanken möchte ich mich auch bei Alexander Scheubly. Die Bilder sind bei Verkauf auf zehn Stück limitiert. Ich beziehe die Zertifikate aus seinem Onlineshop.  Danke für deinen Support 

 https://www.artidomo.de/

http://www.artidomo.org/bilder-einer-ausstellung-ralf-scherer-fokus-mensch/ 

 https://www.trailer-ruhr.de/ralf-scherer-street-fotografie-ausstellung-witten-objektivart-96

 Für 2018 möchte ich mir mehr Zeit nehmen für den Club Die anderen mehr kennen lernen und auch an den Aktivitäten öfter teilnehmen. 

 Was der Foto Club genau ist  und was es dort für Angebote gibt findet ihr auf der Website.  

https://www.objektivart96.de

 

 

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Steiger No. 57

Karin Eppelsheimer ist die Inhaberin vom Bistro Steiger No. 57 in Witten/Herbede. Hier fand die wirklich erste öffentliche Ausstellung statt. Karin und ich verstanden uns auf Anhieb. Sie hatte einen Kunst Hintergrund  und gab mir wertvolle Tipps. Von ihr entstand die Idee die Bilder zu limitieren. Das war ein wichtiger Schritt. Es war ein kleines intimes Event. Und die erste echte Vernissage. Das „Flamenco Bar“ Bild hat dort einen festen Platz bekommen.

Danke Karin für deinen Support und deine Großzügigkeit. 

http://www.steigerno57.com 

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Ausstellung EK Unna

Das war wirklich das ganz große Ding für mich dieses Jahr. Meine Arbeitskollegin Andrea hat den Kontakt zum evangelischen Krankenhaus Unna hergestellt. Ich hatte viel Fläche zur Verfügung unter anderem die gesamte Cafeteria. Das war natürlich echt ein Hauptgewinn. 40 Bilder durfte ich präsentieren, alle hinter Acrylglas, in einer Größe von 75 × 50 cm. Das war eine enorme Investition für mich. Und auch ein großes Risiko.  Ich bin so glücklich dass meine Frau meine Vision von Anfang an mitgetragen hat.  Die Ausstellung wurde ein halbes Jahr vorher geplant. Danke Betty Klee für die Zusammenarbeit und die tollen Gespräche. Die Eröffnung war am 3. April  und ich begann mit einer einstündigen  Einführung über Street Photography. Man sagte mir es sei die best besuchte Vernissage bisher. Und ich bin so happy und dankbar über den Support von Freunden, Familie und Arbeitskollegen. Es ist nicht selbstverständlich, mal eben nach Unna zu kommen an einem Montag Abend  

 

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Daniel Schilling und Soul of Street  

 Im Februar kontaktierte mich Daniel Schilling. Er folgte mir schon länger auf Facebook und plante in Dortmund eine Street Fotografie Community aufzubauen. Er bat mich um Unterstützung. Wir haben uns mehrfach getroffen. Und die Chemie stimmt sofort. Street ist doch schon eine Nische. Wir hatten tolle Gespräche. 

 Durch Daniel hörte ich auch erste Mal von Soul of Street . Eine Street community aus Köln. Allen voran Reiner Girsch, der mit seinem Team ein Print Magazin produziert. Und nicht zu vergessen die regelmäßigen Photowalks. Ein fantastisches Projekt. Und ein wirklich enormes Engagement für alle Fans der Straßenfotografie. Wirklich super Job Jungs.

https://www.street0231.de/ 

http://www.soulofstreet.de/ 

 

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 Hospiz Lebenszeiten Wuppertal  

Miriam Preuß kontaktierte mich Anfang des Jahres. Sie ist eine frühere Arbeitskollegen meiner Frau. Miri fragte mich ob ich mir vorstellen könnte mit dem Hospiz zusammen zu arbeiten.  Quasi als ehrenamtlicher Fotograf. Sie war von meiner Fotografie angetan. Und ich sagte zu. 

 Ich habe mehrere Events fotografiert und schoss die Portraits der ehrenamtlichen Mitarbeiter für die Website. Jeder sollte zum Fotoshooting einen persönlichen Gegenstand mitbringen. Es hat wunderbar funktioniert. Danke dass ich euch kennen lernen durfte 

  Der einzige der keinen persönlichen Gegenstand mitbrachte war Udo. Er sagte einfach "Ich hab nur mich mitgebracht, mehr brauch ich nicht". Das hat mir irgendwie imponiert. Er war ganz cool und lässig. 

Udo ist letzten Monat unerwartet gestorben. Ich war schockiert.

Mach’s gut Udo

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 Christliches Hospiz Wuppertal  

 Wieder ein Hospiz. Der ehemalige Arbeitgeber meiner Frau Anna zeigt in seinem Haus auch regelmäßig Kunst. Ich hatte mich dort schon früh um einen Platz bemüht. Und es hatte geklappt.  Eine moderne Location mit einer tollen Architektur. Die Fotos passten perfekt dorthin. Die Ausstellung ging von Juni bis August. 

 Auch hier gilt mein Dank allen die das möglich gemacht haben. Ein besonders Dankeschön für die gute Zusammenarbeit geht an Silvia Rabe. 

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  Pausenhof Krefeld 

 Peter Schmitz kannte ich aus dem Frankreich Urlaub im letztes Jahr. Er ist Teilhaber eines Ateliers in Krefeld. Dieses nennt sich Pausenhof.  Im September diesen Jahres durfte ich als Gast an einer Gemeinschafts Ausstellung teilnehmen. Mir stand der ganze Eingangsbereich zur Verfügung. Über zwei Tage konnte ich dort meine besten Bilder zeigen. Für mich war’s ein großer Erfolg. Und ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Künstlern für Ihre herzliche Aufnahme. Ich komme gerne wieder  

 http://www.pausenhof-krefeld.de/

 

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Frankreich, Niederlande, Portugal und Spanien  

 Ich fotografiere eigentlich kaum in Deutschland. Wir haben hier bei uns eine besondere Situation. Das ist eigentlich sehr traurig. Ich nenne hier nur den Fall Espen Eichhöfer.  

 Deshalb fotografiere ich intensiv nur im Ausland.  Das gibt mir doch einen gewissen Puffer wenn ich Menschen ablichte und sie öffentlich ausstellen möchte. Das soll nicht heißen dass Menschen in anderen Ländern keine Rechte hätten. Der Respekt steht an erster Stelle. 

Hier möchte ich mal eine Reihe von Bilder zeigen die vielleicht eher die B-Sides sind.  Aber wenn ich bedenke wie viele Hits der Beatles B-Sides waren ....

 

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 So Leute das war’s erst einmal. Wie gesagt das sind nur einige Stationen. Erlebt habe ich viel viel mehr. Das lässt sich hier alles gar nicht niederschreiben. Ich bin jedenfalls über aus dankbar und happy. 2017 war eine rasante Achterbahnfahrt.

Manchmal frage ich mich womit ich soviel Glück verdient habe. Aber das ist eine philosophische Frage. Vielleicht erörtere ich die mal in einem anderen Artikel.

Frohe Weihnachten, guten Rutsch und passt gut auf euch auf   

Ralf

Streets of Lisbon

 Meine Frau Anna kam auf die Idee Lissabon zu besuchen. Früher war ich ein Urlaubsmuffel. Nichts hat mich in die Ferne gezogen. Aber seitdem ich auf der Straße fotografiere hat sich das komplett gedreht.

Um es mal gleich vorweg zu nehmen, der Trip nach Lissabon war der intensivste und emotionalste den ich bisher unternommen habe.   Nicht wegen dem Kaffee der einfach überall genial geschmeckt hatte. Und auch nicht wegen durchgehend Sonne mit fast  30°. Sondern hauptsächlich wegen der Menschen in in diesem Land. Ich habe jetzt schon viele Länder bereist doch die Portugiesen waren die nettesten und offensten die mir bisher begegnet sind. 

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Mein Equipment 

 Eigentlich will ich nicht so viel über Technik quatschen. Aber ich hatte mir für diese Städtetour ein neues Gadget gekauft. Unzwar das PICTAR für mein iPhone. Ein Gerät was dein Smartphone in eine DLSR verwandeln soll. Na ja.....

Und auch meine QX100 wollte ich auch nochmal einsetzen. Hatte ich mir ja extra für Streets gekauft. Letztendlich habe ich aber fast ausschließlich mit meiner Sony fotografiert.  

Aber über Technik vielleicht mal in einem anderen post.  

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Der Flugmodus  

 3 Stunden in einem Billigflieger kann eine lange Zeit sein. Mit wenig Platz zwischen irgendwelchen fremden Menschen. Ich hatte das große Glück den liebenswerten Johannes Faust und seine Familie kennen zu lernen.  Ein toller Mensch mit einer Lebenseinstellung die mir aus dem Herzen sprach. Die Chemie stimmte auf Anhieb. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnung. 

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Am Airport angekommen haben wir uns erst mal mit diesen tollen Fahrtickets ausgestattet. Es ist eine Prepaid Karte. Man kann für 1,50€ 90 Min weit fahren. Egal ob Metro, Bus oder mit der alten Tram. Super!

Die Metrostation am Airport hat übrigens richtig viele coole Karikaturen an den Wänden. Und sofort hat mein Street Sinn angeschlagen. 

 

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Lisbon  

Angekommen bei 27 Grad in  unserer wirklich coolen airbnb Wohnung. Traumausblick über Lissabon . Meine Frau sieht natürlich nur dem Nachbarn der unter uns, der Oberkörper frei bei chillinger Musik grillt. 

 

So jetzt ersma die Stadt erkunden. Der erste Tag führte uns direkt zur LX Factory. Ein altes Fabrikgelände auf dem mittlerweile viele junge Menschen Independent food und Art anbieten.  Ein bunter Treffpunkt für Jung & Alt. Und natürlich viel Futter für meine Kamera. 

 

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 Abends dann den ersten Sonnen Untergang genossen.  

 

Touristen en masse

 Ja die vielen Touristen in Lissabon sind ein Problem für die locals. Vor allen Dingen werden ständig alte Wohnungen aufgekauft und für airbnb genutzt und die einheimischen finden kaum Platz zum Wohnen in der eigenen Altstadt. Das ist ein Trauerspiel. Hat aber bestimmt zwei Seiten der Medaille. Denn Lissabon lebt natürlich auch vom Tourismus. 

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 Zum Fotografieren wollte  ich natürlich die Touri Bereiche vermeiden. Aber man kommt trotzdem an einigen Sehenswürdigkeiten nicht vorbei. Hier zum Beispiel vom Dach des „Arco Da Rua Augusta“.  Ein Triumphbogen im Zentrum der Stadt 

 

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 Ganz am Ende dieser Shoppingmeile findet man einen großen Aufzug. Dieser führt zu einem höher gelegenen Bereich der Stadt. Die Schlange war viel zu groß als dass wir da warten wollten.  

 

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 Am Eingang zum Castelo de São Jorge  traf ich dann den Street Fotografen Diogo Smith.  Ein Analog Fotograf der an seinem kleinen Stand Prints seiner besten  Lissabon Momente  verkaufte. Hat mich sehr beeindruckt und ich habe ihm drei abgekauft. Wer versteht das besser als ich das man so jemanden unterstützen muss. Fantastisch. 

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 Mit einem Mietwagen haben wir dann die Stadt Sintra besucht. Natürlich darf die Schloss Besichtigung nicht fehlen. Ein Blick von der alten Burgruine herunter erinnerte mich irgendwie an einen bestimmten Film.  

Cabo de Roca

Am Cabo da Roca  gab es dann einen spektakulären Sonnenuntergang. Das ist übrigens der westlichste Punkt Europas. Dort habe ich mein Lieblingsstreet Bild geschossen.  Bei dem Bild muss man etwas verweilen. Vielleicht wird den ein oder anderen auch dann klar warum ich diesen Titel gewählt habe. 

 

„Das erste Gebot“ 

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Porto

 Porto war natürlich ein absoluter Traum. War  auch nur mit dem Auto zu erreichen und war eine ganze Ecke weg von der Hauptstadt. Aber der Tagesausflug hat sich voll gelohnt. Noch mal ganz anders wie Lissabon. Enger, bunter  und einen ganz eigenen Charme.  Diese imposante Brücke und dieser unglaublicher Postkarten Sonnen Untergang.  Beeindruckend! 

Und dieser Typ hier ist nur gesprungen wenn die Touristen genug Geld für ihn gesammelt hatten.  Verrückt!

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  Am vorletzten Tag genoss Anna ihren Reitausflug an einen traumhaften weißen Strand in the midde of nowhere.  Ich erkundigte derweil das nahegelegene  kleine Örtchen und verwöhnte mich mit portugiesischen Kaffee. 

 

 

     Auf der Rückfahrt nach Lissabon haben wir noch die Christus Statue besucht. Und sind pünktlich zum Sonnenuntergang eingetroffen.  Es ist einer der Touristen Hotspots. Aber ich muss zugeben der Ausblick war einfach überwältigend.     

 

 Auf der Rückfahrt nach Lissabon haben wir noch die Christus Statue besucht. Und sind pünktlich zum Sonnenuntergang eingetroffen.  Es ist einer der Touristen Hotspots. Aber ich muss zugeben der Ausblick war einfach überwältigend. 

  

Belém

 Mein persönliches Highlight war der Besuch im Museum of Modern Art im Stadtteil Belém.  Dort war sehr viel moderne Kunst zu sehen. Zum Beispiel Andy Warhol, Andreas Gursky und Salvador Dali um nur einige zu nennen.  Am meisten beeindruckt hat mich aber die Ausstellung des Magnum Fotografen Lu Nan.  Sein fotografisches Werk war in eine Trilogie unterteilt. Danach musste ich mich erst mal setzen und tief durchatmen. Es hatte die Intensität von Sebastiao Salgado. 

 

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Fazit

Puhh Das waren ganz schön viele Infos. Und ich habe hier nur ein paar Punkte angerissen von all den Sachen die wir in 7 Tagen erlebt hatten.  Fotografisch war es unglaublich intensiv. Immer wieder haben mich Leute angesprochen nachdem sie mich entdeckt hatten. Und sie waren so offen und nett. Sie hatten Verständnis, haben mir von ihrem Privatleben erzählt und ich fand sie unwahrscheinlich frei und locker. Diese Gespräche waren eine ganz tolle Erfahrung und sind sind weit weit weg von dem deutschen Sinn für Offenheit und Verständnis. Das habe ich nämlich beim Rückflug in der Schlange mit den anderen deutschen wieder sofort gemerkt. 

 Es ist nicht so einfach wenn man auf der einen Seite kontinuierlich durchfotografiert und seine Kamera immer am Handgelenk hat. Und auf der anderen Seite aber auch seinem Partner die gleiche Aufmerksamkeit schenken möchte.  Ich glaube es ist mir aber ganz gut gelungen. Zumindest hat mir Anna das Gefühl gegeben.  Sie ist ohne hin die toleranteste Ehefrau die man sich vorstellen kann. Ohne sie könnte ich mich nicht so ausleben wie ich es tue. 

Danke Anna

 

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Porträts

  Portraits werden zu einem immer wichtigeren Thema in meiner Fotografie. Immer wieder treffe ich auf Menschen, wo ich sofort den inneren Drang verspüre, sie zu porträtieren. Doch wie macht man das bei Fremden? Vor einigen Jahren hätte ich mich das noch nicht getraut. Es war ein langer Entwicklungsprozess. Dieser entstand durch viele Momente beim Fotografieren auf der Straße und durch spontane Gespräche, die sich dann ergaben. Ich denke, es ist wichtig, wie man den Menschen eingangs begegnet. Der erste Eindruck kann entscheidend sein. Ich versuche stets eine offene positive Haltung einzunehmen, wenn es zu einem Gespräch kommt. Menschen sind zu recht skeptisch, wenn sie jemand heimlich fotografiert und dann wieder verschwindet. Was will dieser Typ? Und warum macht er das?  Ein nettes offenes Gespräch hilft oft. 

 Im Sommer diesen Jahres sah ich in der französischen Stadt Aix en Provence beim Herumstreifen genau so einen Menschen, der mich faszinierte. Ein älterer Herr, typisch französisch. Ein großer Rauschebart und eine ebenso prächtige Frisur. Alles schon nahezu grau. Er saß alleine draußen vor einem Café und ruhte ganz alleine in sich. Ich musste ihn einfach ansprechen.  Ich sprach ihn auf sein außergewöhnliches interessantes Aussehen an. Bin also direkt mit einem Kompliment ins Gespräch gegangen und sofort war das Eis gebrochen. Er sah meine Kamera  und war sofort offen und einverstanden. Ich sagte ihm, er soll ganz locker und er selbst sein. Und mich einfach nicht beachten. Er schloss die Augen, ich zählte von drei an rückwärts. Bei null öffnete er die Augen und bäm: da war es, ein unglaublich natürliches und ausdrucksstarkes Portrait. 

 Und sofort fiel mir der Satz von Sebastiáo Salgado ein:

" Ein Portrait macht man niemals allein. Der andere schenkt es einem " 

  Ich gab ihm eine Visitenkarte und verabschiedete mich. Keine Ahnung, ob er das Foto jemals sehen wird.  

 Ich gab ihm eine Visitenkarte und verabschiedete mich. Keine Ahnung, ob er das Foto jemals sehen wird.  

 Ich möchte euch aber noch eine weitere Person vorstellen. Er lebt auf der Straße. Sein Name ist Peter. 

 Peter ist Hattinger. Er ist hier geboren und lebt seit seiner Jugend auf der Straße. Ich denke, viele werden ihn kennen. Er gehört zum Hattinger Stadtbild dazu.  Ich hatte ihn schon vor ein paar Jahren fotografiert, unbemerkt, am Treidelbrunnen. Da sitzt der oft. Schaut ruhig vor sich hin. Und ist wahrscheinlich eins mit sich selbst. Zumindest hatte ich den Eindruck. 

 Meine Frau und ich wollten ins Kaufland Parkhaus fahren, als sie plötzlich bemerkte  "Ralf, da sitzt er wieder".  Meine Kamera hatte ich natürlich dabei und ich entschloss mich, ihn anzusprechen. Er saß auf einer Bank unter einer alten Lerche, direkt an der Einfahrt zum Busbahnhof. Etwas ängstlich und überrascht hat er mich bemerkt. Auf der Bank neben ihm sitzend, habe ich ihm von meiner fotografischen Intention erzählt. Ein paar Fotos von meiner Website und eine Visitenkarte später hatte ich dann Akzeptanz. Was ich dann die nächsten 2 Stunden ereignete, empfand ich als absolut magisch. 

 Es fing an zu regnen und Peter hatte die Idee, zusammen einen Kaffee zu trinken.  Oh man, ich hatte keinen Pfennig dabei. Ich konnte mich doch von ihm mich einladen lassen. Doch Peter hatte seinen Stolz und entgegnete mir, dass er Sozialstütze bekomme. Er machte seine Hand auf und viele Euro Münzen schauten mich an. Im Café dann entwickelte sich ein intensives Gespräch. Ich stellte fest, wie unglaublich intelligent und belesen er war. Er fragte, ob ich Homér gelesen habe. Einer der frühen griechischen Dichter. Wie auf Knopfdruck zitierte er ohne Punkt und Komma einen ganzen Absatz seines Werkes. Ich war sprachlos. 

 Wir diskutierten das Tagesgeschehen. Er hatte schon die WAZ gelesen. Ich noch nicht. Peter wusste sehr genau Bescheid über aktuelle  Ereignisse und war überhaupt nicht weltfremd.  Seine Ansichten, Beweggründe sich für ein freies Leben zu entscheiden, jenseits unserer materialistischen Welt und unseres täglichen Hamsterrads, hat mich nachhaltig beeindruckt. 

 Er war kein typischer Penner oder Bettler. Er war gut gekleidet und hatte Stil.  Immer einen großen Rucksack dabei mit seinem Zelt, das er jeden Abend an der Ruhr aufbaut. Den Winter verbringt er in unseren warmen Nachbarländern. In Frankreich oder Spanien. Er ist schon ganz schön herumgekommen. 

 Zurück auf der Bank unter der Lerche, schoss ich dann mein Porträt. Und auch hier hatte Salgado mal wieder recht. 

 Was für ein Typ! Was für eine Begegnung! Wie wird man so? Wann ist in seinem Leben die entscheidende Weiche gestellt worden?  Die Antwort auf diese Frage hat mir den Teppich unter den Füßen weggezogen. Peter war unglaublich ehrlich und offen zu mir. Seine Geschichte hat mich tief berührt. 

 Schlussendlich stellt sich mir immer wieder die Frage, warum mache ich das eigentlich. Warum möchte ich diese Menschen auf der Straße fotografieren? Was ist meine Motivation und was treibt mich an?   Es ist nicht die Jagd nach dem perfekten Foto. Technik, Schärfe und Bildrauschen interessiert mich eigentlich nicht. Ich glaube, dass Fotografieren immer was mit der Suche oder der Spiegelung seines Ichs zu tun hat.  Die Erfahrung von Begegnung und Gesprächen ist für mich mehr wert, als das Foto an sich. 

 

 Danke Peter  

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Der Pausenhof

 Pausenhof nennt sich eine Ateliergemeinschaft in Krefeld. Es ist eine alte Volksschule, deren Räume sich seit 2006 Künstler verschiedenster Ausrichtung teilen. Einmal im Jahr öffnen sie Ihre Tore und stellen ihre Werke der Öffentlichkeit vor. Am 2.und 3. September diesen Jahres durfte ich mich als Gast dazugesellen und im Eingangsbereich meine Bilder zeigen.  Der Kontakt ist über Peter Schmitz entstanden, den ich ein Jahr zuvor im Urlaub kennengelernt hatte.  Ich habe mich sehr gefreut, als er mich gefragt hatte. Und ich möchte mich ganz herzlich für die sympathische Aufnahme in dieser Runde bedanken. 

 

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 http://www.pausenhof-krefeld.de

 

Peter Schmitz macht Tuschezeichnungen, im Karikatur Stil. Immer mit zeitkritischer Aussage. Dieses Jahr hat er sich an ein neues Thema herangewagt: seine Familie. Sie hatten sein neues Projekt bis dato selber noch nicht gesehen.  

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Inken Horn zeichnet digital.  Doch was heißt das genau? Ihre Werke entstehen auf einem iPad Pro mit dem dazugehörigen Stift.  Ihre Bilder erinnern an Wimmelbilder, auf denen es immer wieder was zu entdecken gibt. Jedes Bild hat seine eigene Aussage.  Ich finde es sehr bemerkenswert und interessant. 

 

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Frank Bernemann  arbeitet plastisch.  Er bringt mehrere Wachsschichten auf, in denen isolierte Figuren eingeritzt werden.  Diese befinden sich auf einem Fotohintergrund.  Es entstehen sehr abstrakte und surreale Szenen, sehr spannend und interessant. Sowas hatte ich noch nicht gesehen.  Den Prozess, Wachs zu erhitzen  und ihn zu verarbeiten, hat Jahre gedauert. Wachs kann auch explodieren, wenn man in erhitzt. Frank hat mir so einiges erzählt.  Sein Hund ist immer dabei. Er hat mich irgendwie an einen kleinen Eisbär erinnert .

https://www.frankbernemann.de

 

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Christine Prause liebt Farben.  Sie spachtelt großflächig und mischt ihre Farben nicht auf der Palette. Diese Technik ist eine Besonderheit.  Ihre aktuellen Werke sind aus der Kuba Reihe.  Szenen verschiedenster Fotos dienen als Inspiration und Grundlage. Dabei spielt Licht und Schatten eine wesentliche Rolle. 

 

http://www.christine-prause.de

 

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Barbara Freundlieb zeichnet witzige Figuren mit eigenem Stil. Skurrile und schrullige Szenen mit lustigen Sprüchen. Abseits davon hat mich aber besonders ihre "Begegnungen" Reihe beeindruckt. Porträts von Menschen mit bewegender Hintergrundgeschichte, u.a. basierend auf der Dokumentation "Human" von Yann Arthus-Bertrand, gemalt mit Öl auf Leinwand. Auf mich hat das sehr intensiv gewirkt. Meine Frau Anna hat eine Zeichnung ihres Sternzeichens von Barbara gekauft. Ich hatte meine Bilder direkt neben ihrem Atelier ausgestellt. Freundlieb! Der Name schon hat mir Glück gebracht an diesem Wochenende.  Und natürlich danke für den Kaffee Barbara. 

www.penello23.de

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  Ich war sehr sehr zufrieden mit dem Feedback zu meinen Bildern. Die Ausstellung kam unwahrscheinlich gut an. Sehr viele intensive Gespräche habe ich geführt. Mit Menschen unterschiedlichsten Alters und Art. Interessant war, dass immer die gleichen Bilder Fragen und Aufmerksamkeit auf sich zogen. 

 Zum Beispiel der Junge James Dean Typ auf dem Foto "St. Didier". Zu diesem Bild wurde ich immer wieder gefragt, ob es gestellt sei.  Der junge Mann in Avingnon war so tief in seinen Gedanken versunken. Er hat mich einfach nicht entdeckt.  Tiefe Melancholie verbinde ich mit seinem Ausdruck.  Es ist kein typisches Street Bild.  Aber ich bin ziemlich stolz drauf. 

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  Das "Forum Romanum" Bild wurde immer lange angeschaut. Man konnte richtig spüren, wie diese surreale Szene ihrer Wirkung zeigt. Ich musste mehr als einmal aufklären, wie das entstanden ist. 

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 Und  natürlich haben die "Italian Ladys" ihren Charme  versprüht.  Eine Szene wie aus einem Slapstick Film der Dreißigerjahre.  Gerne habe ich erzählt, wie es zu dem Bild kam. 

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 Ja das war's.  

Zwei Tage lang Pause machen im Pausenhof.  

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. 

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ae Fotografie im Podcast

 Wer mich kennt weiß dass ich ein großer Podcast Fan bin. Einige meine lieblings Podcast sind zum Beispiel  Happy Shooting, Bitsundso und Plauschangriff. Allem voran aber alles was Tim Pritlove in seiner Metaebene macht. Die Freak Show und CRE stehen bei mir an erster Stelle.

Vor einiger Zeit bin auf Alexandra Tobor aufmerksam geworden. Mit ihrem Podcast "In trockenen Büchern". Ich habe alle Folgen verschlungen. Leider kam jetzt lange nichts mehr. Erst in "Happy Shooting" durchdrang ihr Name wieder meine Filterblase. 

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In "anekdotisch evident" plaudern Alexandra Tobor und Katrin Rönicke über ihre Herzensthemen. Immer gut vorbereitet mischen  sie eigene Anekdoten mit wissenschaftlicher Evidenz. 

Die Folge 004 hat das Thema "Fotografie". Es geht vom eigenen Opa der zeitlebens s/w fotografierte über das Kaufen von alten Fotoalben vom Flomarkt bis über die Schattenseiten von Instagram. 

Also absoluter Tipp von mir.  

http://anekdotisch-evident.de

https://metaebene.me/podcasts/ 

Rolleiflex und iPhone

 O. k. ich besitze nicht wirklich eine Rolleiflex. Obwohl man schon für ein paar 100€ ein funktions tüchtiges Modell aus den fünfziger Jahren auf eBay ersteigern kann. Ich habe mir kurzerhand eine iPhone Hülle bedrucken lassen. Sieht echt aus oder? Fehlt nur noch der große Hut von Vivian Maier 

 

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 Seit meinem Geburtstag vor zwei Wochen steht alles bei mir im Zeichen von Vivian Maier.  Ich habe zwei Bildbände ihrer Fotos geschenkt bekommen und den Dokumentarfilm  "Finding Vivian Maier"

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 Sie war ein Kindermädchen aus Chicago in den fünfziger Jahren. Jede Minute ihrer Freizeit verbrachte sie mit fotografieren. Auf den Straßen von New York und Chicago hielt sie die Schönheit des Alltags fest. Und niemand hat etwas davon gewusst.  Die Rolleiflex war ihre immer dabei Kamera. Meine ist das iPhone. 

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 2007 kaufte John Maloof in Chicago eine alte Kiste mit negativen auf einer Auktion.  Er scannte die negative ein stellte sie ins Netz und was dann passierte ist Geschichte. 

 Heute ist Vivian Maier weltberühmt. Wer weiß ob sie das jemals gewollt hätte.  Was für Bilder. Was für Portraits. Und was für tolle Szenen aus dem Alltag.  

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 Und immer wieder diese selbst Portraits mit der typischen Silhouette und dem großen Hut.  

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 Vivian Maier ist das beste Beispiel dafür dass man diesen Blick für diese spezielle Art der Fotografie nicht studieren kann oder muss. Sie hatte ein unglaubliches Auge für das Mensch sein in all seinen Facetten.  Ein Kindermädchen welches in ihrer Freizeit passioniert fotografierte.  Ein Autodidakt. Das war mir sehr sympathisch und macht mir vor allem Mut 

 In dem Dokumentarfilm über sie gab es einen Satz von John Maloof bei dem ich erst mal anhalten musste  

"Es ist sehr schwer die Fotos von Vivian Maier in die Galerien zu bringen. Da das Kunst-establishment ihr Werk nicht anerkennt"  

 Da dachte ich nur das ist mal wieder typisch. Ein elitärer studierter Kreis hält sich für was besseres.  Tja das kenne ich aus meinem Krankenhaus Alltag 

vivianmaier.com

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Ein unglaubliches Geburtstagsgeschenk

 

 In der Nacht auf meinem Geburtstag musste ich arbeiten. Ich hatte Nachtschicht und auf meinem Spind in der Umkleide lag schon ein Geschenk für mich parat. Ich wusste sofort von wem es war.  Es war von meinem besten Freund Alf. Meinem Arbeitskollegen mit dem ich seit über 20 Jahren auf der Intensivstation arbeitete. Er ist der Mensch  nach meiner Frau der mich am besten kennt. Er weiß natürlich dass ich ein großer Queen Fan bin und leidenschaftlich fotografiere. Als Teenager hatte ich die Band verehrt. Mein Vater hat diese Musik schon gehört. Er hat mich damit infiziert  als ich das erste Mal 1979 unser Kassettendeck selber bedienen durfte. Wir hörten immer mittwochs abends Mel Sondocks Hitparade.  Ich durfte selber die Rekord-play Taste drücken und die Songs aufnehmen. 1979 hatten Queen einen Riesenhit mit mit Don't stop me now.  Es war ein einschneidendes Erlebnis und ihre Musik hat mich sehr geprägt. 

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 Gut ich packte das Geschenk aus und sah ein Buch mit dem Titel Queen in 3-D. Dabei war eine Karte mit liebevollen Worten in seiner ureigenen direkten ungeschliffenen Art. Im ersten Moment dachte ich o. k. wahrscheinlich so Hologramm Bilder oder sowas  ähnliches. Ich habe mich gefreut aber wollte mir das erkunden für später aufheben. 

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 Morgens zu Hause angekommen wollte ich einen ersten tieferen Blick wagen. Und als ich begriffen hatte was das wirklich für ein Buch ist war ich geflasht  Es war schon ungewöhnlich verpackt. Es war noch so eine schmale Box im Inneren  in der eine große 3-D Brille drin war.  In gelb. Was übrigens Freddy Mercury's Jacke von der letzten Queen Tour 1986 widerspiegeln sollte. Eine fantastische Idee für die Fans. 

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 Der Gitarrist der Band Brian May hat mit zwölf Jahren eine 3-D Kamera bekommen. Er trägt sie bis heute  immer bei sich. Er hat auch viele Bilder von der Band damit gemacht. Und somit auch das Tour Leben dokumentiert. Man kann mit dieser 3-D Brille sich diese speziellen Aufnahmen ansehen.  Ich lasse den Meister mal persönlich sprechen. 

 Auf jeden Fall hat mein Freund mit diesem Geschenk mitten ins Schwarze getroffen. Für einen Queen Fan und für einen Fotografen gleichzeitig.

 Was macht eine echte Freundschaft aus?  Alf hat mal zu mir einen Satz gesagt der wie ich finde es ziemlich gut trifft.  

"Ralle du bist die einzige Konstante in meinem Leben"  

Danke für das Geschenk und deine Freundschaft Alf

Ausstellung und Geburtstag

 

 Die Vorbereitungen waren schon anstrengend. Ich hatte das Glück dass ich das in Unna nicht selber machen musste. Da haben zwei Haustechniker für mich alle 40 Bilder aufgehängt. Sie waren einen ganzen Vormittag beschäftigt. Aber ich glaube man muss es mal selber gemacht haben. Es hat Stunden gedauert bis alle Bilder hingen und ordentlich ausgerichtet waren.  Es fehlten ein paar Aufhängungen, da ich für meine Acryl Glas Bilder immer zwei benötige. Also noch kurzerhand nach Boesner und welche gekauft. Da bin ich mittlerweile auch schon Stammkunde. Na auf jeden Fall kann ich es jetzt. 

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Ja das war wirklich ein Zufall. Die Eröffnung für meine  Ausstellung im Hospiz  Wuppertal fiel auf meinen Geburtstag. Meine liebe Frau hat Kuchen gebacken und wir haben alle Gäste auf ein Stück eingeladen.  Es war eine kleine und feine Eröffnung mit circa 30 Gästen.  Eingangs ein paar Worte von Silvia Rabe und dann eine circa 15-minütige Rede von mir. Es wurde nett geplaudert und diskutiert. Es war wirklich sehr schön und ich bin sehr stolz die Bilder an diesen sensiblen Ort zeigen zu dürfen. Alles begleitest von meiner Lieblings Jazzklassiker Playlist. 

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 Auf dem nach Hause Weg kam dann noch ein kleines Spezialgeschenk. Meine Arbeitskollegen schrieben mir über WhatsApp dass ich heute Abend nicht zur Nachtschicht müsse. Wir haben gerade ein kleines Sommerloch und können alle Überstunden abbauen. Absolut perfekt. Mit meiner Frau und meiner Tochter sind wir noch zum Italiener gefahren und haben den Abend ausklingen lassen.  

 Ich habe viele tolle Geschenke bekommen. Im Zentrum standen aber zwei Bildbände von Vivian Maier deren Leben und fotografisches Werk ich gerade erkunde.  Ihr geheimnisvolles Leben und ihre Fotografie lösen in mir eine unglaubliche Faszination aus. 

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Abschied...

... muss man üben. Sonst fällt er viel zu schwer.  

                                        "Heinz Rudolf Kunze" 

 

 Der heutige Tag stand gleich dreifach im Thema Abschied. Auf der Arbeit haben wir eine langjährige Kollegin verabschiedet. Nach über 15 Jahren verlässt Sabine Hauptmann unsere Klinik.  Sie war Oberärztin in der Kardiologie bei uns.   Und ich muss wirklich sagen dass ich ein besonderes Verhältnis zu ihr hatte.  Sie ist eine wirklich gute Ärztin.  Aber vor allem menschlich ist es ein ganz ganz schwerer Verlust für das Krankenhaus, für die Patienten und für die Kollegen.  Nur wenige Mediziner sind so bodenständig geblieben wie sie.  Auch die Pflege wurde von ihr immer kollegial gesehen. Wir wurden akzeptiert und respektiert. Das ist im Alltag sonst eher selten der Fall. Ich habe in über 20 Jahren Intensivstation schon sehr viele Mediziner kommen und gehen sehen. Und ich kann das sehr gut beurteilen. 

 Ihre ärztlichen Kollegen haben ihr zum Abschied eines ihrer Lieblingsbilder von mir geschenkt. Da war ich natürlich ziemlich stolz. Danke für die letzten 15 Jahre Sabine.  Wir haben sooo viel Spaß gehabt. Es war eine tolle Zeit.  

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 Abschied habe ich auch in Unna heute genommen. Meine Ausstellung ist zu Ende.  Drei Monate gingen um wie nichts. Ich habe alle meine Bilder abgeholt. Es war ein bisschen Wehmut dabei und ich musste an die fantastische Eröffnung denken. Ich bin doch glatt von einer Dame aus der Orthopädie angesprochen worden. "Nehmen Sie mir jetzt mein Lieblingsbild weg?"  Sie meinte das Vatikan Museum Bild.  Da ging mir das Herz auf. Weil es von den meisten nicht so favorisiert wird wie von mir.  

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Ich könnte mir übrigens sehr gut vorstellen in ein paar Jahren noch mal nach Unna zurück zu kehren. 

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 Tja und der dritte Abschied heute ging mir doch besonders unter die Haut.   ich hatte gestern ein langes Gespräch mit einem Angehörigen geführt dessen Mutter im Sterben liegt. Und er kann einfach nicht loslassen.  Heute kam er mit seiner Schwester wieder und sagte mir dass ihm durch das Gespräch gestern vieles klar geworden ist. Und er fing an zu weinen. Ich hatte einen Kloß im Hals.  

Tja doch nicht alles Routine. 

Ihr Sohn ist von der WAZ

 Heute war ein ruhiger Tag auf der Intensivstation.  Ich habe eine ältere Dame gepflegt und bei der Übergabe hieß es "Ihr Sohn ist bei der WAZ".  Das ist natürlich immer eine wichtige Information für uns. Obwohl es keine Rolle spielen sollte da wir ja alle Patienten gleich behandeln.  Aber insgeheim hat man natürlich das Gefühl dass beide das man bei so einem Menschen keinen Fehler machen darf. Was natürlich Quatsch ist.  Wir sind auch nur Menschen und niemand ist perfekt. 

 Aufjedenfall haben wir uns auf Anhieb verstanden. Die Chemie hat gestimmt. Er hat Kunstgeschichte studiert und wir waren natürlich Ruckzuck bei dem Thema Fotografie. Wir haben ein paar interessante Gespräche geführt. Ein sehr netter Kontakt Ich bin gespannt wohin das führt.  

 Ich muss immer etwas außerhalb des Krankenhaus parken da ich keinen festen Parkplatz habe. Ich sehe es einfach nicht ein meinem Arbeitgeber dafür Geld in den Rachen zu schmeißen. Die verdienen eh schon genug. In der Nähe der Sandstraße habe ich diesen Schnappschuss gemacht. Irgendwie hat mich die Szene angesprochen. 

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Thomas Leuthard hört auf

 Mein Freund Dennis hat mich heute darauf hingewiesen. Thomas Leuthard hat ein Bild bei Flickr gepostet und das Ende seiner Street Photography Karriere angekündigt.  

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 Ich kenne Thomas Leuthard schon seit Jahren. Ich muss sagen dass sein Podcast Street Cast FM wohl den größten Einfluss  auf meine fotografische Entwicklung hatte. Ich habe einfach jede Folge verschlungen. Manche habe ich mehrfach gehört. 

 Er ist ein Meister der Komposition. Er liebt es  Ästhetik und guten Bildaufbau. Ich würde mal sagen dass das der Hauptfokus seiner Fotografie ist. Er hat auch viele Bilder von überraschten Gesichtsausdruck and. zB  einfach in ein Café hinein fotografiert. Durch die Fensterscheibe. Ich habe diese Art der Fotografie oft mit meinem Freund Marc Bröcher diskutiert. Er sagt immer das ist ziemlich uninspiriert  in gewisser Weise hat er recht. Es gehört nicht viel dazu außer etwas Mut. Aber so manche überraschte Gesichter fand ich klasse. 

 Man muss aber auch sagen er ist auch ein Meister des vermarktens.  Es ist ganz interessant mal die Geschichte zu hören wie er sich bei Erik Kim aufs Trittbrett gestellt hat. Und als Computerexperte hat er auch ein script entwickelt um seinen Flickr Account zu pushen.  Klar und "Olympus Visionary" ist er auch.  Also er hat schon ganz gute Bedingungen gehabt

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 Wie dem auch sei seine Fotos sind klasse. Und wenn ich irgend jemanden rate benutze einfach Modus P, dann wird mich das immer an ihn erinnern.  

 Eigentlich sollte ich den Modus L nennen  

Vergänglichkeit

 Es war richtig super nett heute Abend im Foto Club. Ich bin seit letzten November Mitglied im Fotoclub Objektiv Art 96 in Witten.  Da tummeln sich natürlich eine Menge Foto Künstler und ich war anfangs noch sehr zurückhaltend und irgendwie unsicher. Als Neuling vielleicht auch klar. Heute in der intensiven Bildbesprechungsgruppe war es richtig locker und gemütlich.  Das Thema war Vergänglichkeit. Ich habe das Foto von dem alten Ehepaar aus Kaufland gezeigt.   Auch das Thema mit den Bildern für das Hospiz habe ich mit der kleinen Gruppe diskutiert. Es kam tolles Feedback. Habe auch auch ein paar Personen etwas näher kennen gelernt.  

So langsam komme ich an 

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Künstler Attitüde

  Heute habe ich mich mit der Auswahl der Fotos für die nächste Ausstellung beschäftigt. Es ist schon nächste Woche. Am 4. Juli ist Eröffnung. Ich zeige 26 Bilder im christlichen Hospiz Wuppertal.  Ich muss eine Entscheidung treffen welche Bilder es werden. Ich frage mich ob ich hier alles zeigen soll, darf oder kann.  Auf der einen Seite ist da natürlich der Künstler der seine ganze Bandbreite zeigen möchte. Ihm ist es egal ob auch mal was kritisch gesehen wird oder auch anstößig.  Aber da ist auch diese andere Künstler in mir. Dieses Sensibelchen. Dass sich fragt wie kann ich den Menschen hier in ihren schweren Zeiten etwas positives geben.  Meine Frau ist palliativ Fachkrankenschwester und wir haben das heute breit diskutiert. Heute Abend gehe ich in den Foto Club. Es ist Montagabend und es ist intensive Bildbesprechung. Ich werde das Thema dort mal anschneiden. 

 Na klar der echte Künstler nimmt keine Rücksicht auf den Ausstellungsort. Er zeigt einfach seine Motive und ist was er ist. 

 Ich stelle mir aber gerade vor wie Menschen dort an diesem sensiblen Ort von meinen Bildern stehen. Sie haben Ängste, Sorgen und sind verzweifelt. Sie haben vielleicht gerade ihren liebsten Menschen verloren. Ich möchte Ihnen mit meinen Bildern etwas positives geben. Ist man dann keine richtiger Künstler wenn man so etwas berücksichtigt?  

 Ich finde sowieso dass diese Künstlerattitüde oft überbewertet ist. Einfach Mensch sein. Das steht für mich im Mittelpunkt 

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Einladung zum Geburtstag

  Es ist nicht wirklich eine Geburtstagsfeier. Ich lade zur Eröffnung meiner Fotografie Ausstellung ein.  Und ich habe wirklich zufällig an diesem Tag Geburtstag.  

Dienstag  4. Juli 2017 um 16:00 Uhr

Christliches Hospiz Wuppertal, Höhenstraße 64, 42111 Wuppertal 

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 Das christliche Hospiz in Wuppertal feiert dieses Wochenende sein 10 jähriges Jubiläum. Es war eine Menge los mit offiziellen Empfang Ehrungen viel Musik und vielen Menschen. Ich freue mich wirklich außerordentlich dass ich meine Bilder an einem so sensiblen Ort zeigen darf. Hier bekommt der Titel  meiner Ausstellung "Fokus Mensch" noch mal eine ganz andere tiefe Bedeutung. Und ich hoffe sehr dass ich den Menschen dort mit meinen Bildern etwas positives geben kann.

Heute habe ich mit meiner Frau Anna das Hospiz besucht. Es ist ihr alter Arbeitgeber. Sie hat viele alte Freunde und Kollegen wieder getroffen. Und es war ein bisschen Wehmut dabei. In dem Video bekommt man einen guten Eindruck von der tollen Location.  Es ist sehr offen und freundlich. Mit einem großen Glasdach für viel Licht. 

 So das war's erst mal für heute

Fotografie Workshop in Unna

Dies ist mein erster blog -Eintrag überhaupt. Fühlt sich an, als wäre ich so ziemlich der letzte Mensch, der das macht. Hallo alle zusammen! Ich heiße Ralf Scherer und starte hier meinen ersten Blog. Ich muss einfach meine täglichen Gedanken rund um das Thema Fotografie hier festhalten. Ich mache jetzt schon seit einigen Jahren street photography, aber in den letzten zwei Jahren ist verdammt viel passiert. Ich möchte euch in Zukunft daran teilhaben lassen. 

Heute war ich in Unna. Habe einen Einsteiger Fotoworkshop gemacht, für die Mitarbeiter des EK Unna. Entstanden ist das über meine derzeitige Ausstellung, die auch dort im Krankenhaus ist. Gemacht habe ich das schon öfter, aber immer mit meinem Partner und Freund Marc Bröcher zusammen. Heute war ich allein. weil er verhindert war. Das habe ich ganz schön unterschätzt, obwohl ich eigentlich ganz gut reden kann vor Gruppen. Ich hatte das Gefühl, dass die Teilnehmer eine andere  Erwartungshaltung hatten. Ich war nicht so richtig im flow. Das lag vielleicht daran, dass ich den Eindruck hatte, Ich hätte mehr von der technischen Seite erklären soll. Dabei wollte ich dieses Thema bewusst sehr kurz und knapp halten. Vielmehr wollte ich die Leute inspirieren und mitreißen, mal andere Bilder zu schießen als das Touristeneinerlei. Als die Präsentation zu Ende war, saßen die Teilnehmer mit großen Fragezeichen vor ihren Kameras. Am Ende Habe ich dann noch Hilfestellung bei den Kameraeinstellungen gemacht. Ziel war es, dass wenigstens jeder seine Blende bedienen kann. Nach 4 Stunden hatten sich die Leute bei mir verabschiedet. Meistens mit Danke und Lob. Aber ich hatte ein ungutes Gefühl, als ich nach Hause gefahren bin. Bin aber auch einfach zu sensibel. 

Vielen dank an Betty Klee die mich über die ganze Zeit in Unna betreut hat.

Es war eine tolle Zeit.